Arbeitsrecht2018-04-24T09:34:34+00:00

Das Arbeitsrecht:

Das Arbeitsrecht bezeichnet die Rechtsnormen, die sich auf die in abhängiger Tätigkeit geleistete Arbeit von Personen beziehen. Diese Arbeit wird von abhängig, unselbstständigen Arbeitnehmern geleistet. Im Abgrenzung handelt es sich bei nicht weisungsgebundenen Personen, welche frei in der Einteilung und Ausführung Ihrer Arbeit sind, um selbstständige Personen.

Neben der Gestaltung von Arbeitsverträgen und deren Überprüfung sind wir vor allem in Kündigungsschutzverfahren tätig. In derartigen Verfahren greift ein Arbeitnehmer eine Kündigung des Arbeitgebers an. Ersterer stellt den Antrag, dass das Arbeitsgericht die Unwirksamkeit der ausgesprochenen Kündigung feststellen mag. Allerdings in den meisten Fällen ist nicht der Verbleib in dem Unternehmen das Ziel des Arbeitnehmers, sondern die Erzielung einer möglichst hohen Abfindung.

Dahingehend gilt als Faustregel, dass bei Verhandlungen über die Höhe der Abfindung ca. ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Jahr der Beschäftigung des Arbeitnehmers erzielt werden kann.

Grundsätzlich ist Voraussetzung für die Führung eines Verfahren unter Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) ist, dass das Unternehmen mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt § 23 KSchG.

Teilzeitbeschäftigte werden für eine Berechnung der Mitarbeiterzahl wie folgt berücksichtigt:

  • bis einschließlich 20 Stunden/Woche: 0,5
  • bis einschließlich 30 Stunden/Woche: 0,75
  • über 30 Stunden/Woche: 1,0.

Auszubildende, Geschäftsführer oder z.B. der Betriebsinhaber werden nicht berücksichtigt.

Eine Besonderheit ist, dass bis zum  31. Dezember 2003 für die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes ( KSchG ) eine Zahl von mehr als 5 Arbeitnehmern ausreichte. Im Hinblick darauf behält derjenige, der zum damaligen Kündigungsschutz hatte, diesen bei, wenn mit diesem immer noch mehr als 5 Arbeitnehmer von damals zum Zeitpunkt der Kündigungserklärung, beschäftigt sind.

Des Weiteren muss das Arbeitsverhältnis gem. § 1 Abs.1 KSchG länger als sechs Monate bestehen.

Kündigungsgründe können sein:

  • personenbedingter
  • verhaltensbedingter
  • betriebsbedingter Art.

Vor dem Arbeitsgericht gilt nach § 4 KSchG grundsätzlich eine Frist zur Einreichung der Kündigungsschutzklage von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung.